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Gemeinsamer Einsatz gegen Clankriminalität

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Gemeinsamer Einsatz gegen Clankriminalität
Zeitgleich in mehreren Städten: Polizei, Kommunen, Steuer-,
Finanzbehörden sowie Staatsanwaltschaften und die Bezirksregierung
Düsseldorf im gemeinsamen Einsatz gegen Clan-Kriminalität
- Vorläufige Bilanz -
PLZ
47059
Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW
Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW

Gestern Abend (15. August) hat es zeitgleich in sieben
Kreispolizeibehörden (Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen,
Gelsenkirchen, Mettmann und Wuppertal) Einsätze zur Bekämpfung der
Organisierten sowie der Banden- und Clankriminalität gegeben.

Die Behörden wurden hierbei unterstützt von unter anderem Kommunen,
Zoll, Steuerbehörden und Staatsanwaltschaften. Der Fokus der
Null-Toleranz-Strategie der nordrhein-westfälischen Polizei lag nach
wie vor auf kriminellen Mitgliedern so genannter Familienclans.

Hier lesen Sie eine zunächst vorläufige zusammengefasste Bilanz zu
den Einsätzen:
Die Kontrollen sind unter anderem in Wettbüros (13), Spielhallen (5),
Shisha-Bars (51) durchgeführt worden. Dabei wurden über 1.000
Personen überprüft. Sechs Personen wurden aufgrund von Haftbefehlen
festgenommen. 66 Mal schrieben die Kolleginnen und Kollegen
Strafanzeigen, unter anderem wegen illegalem Glücksspiel sowie
Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit. 80 Mal gab es Anzeigen wegen
Ordnungswidrigkeiten, beispielsweise wegen Verstößen gegen
ordnungsbehördliche Auflagen, das Waffengesetz oder gegen die
Corona-Schutzverordnung.

Ein Schwerpunkt der Aktion waren unter anderem Straftaten im
Zusammenhang mit Geld- und Unterhaltungsspielgeräten. In einem Objekt
im Bereich Essen entdeckten die eingesetzten Kräfte ein verstecktes
Hinterzimmer, indem illegales Glücksspiel betrieben wurde. Dort
wurden drei illegale Spielgeräte und ein Pokertisch vorgefunden und
sichergestellt.

In 42 Fällen ist Betäubungsmittel beschlagnahmt worden, außerdem
wurden in fünf Fällen Waffen sichergestellt.

Daneben hat es an verschiedenen Orten Verkehrskontrollen in dem
Zusammenhang gegeben. Dabei sind 429 Fahrzeuge überprüft worden. 487
Mal verhängten die Beamtinnen und Beamten ein Verwarngeld, 14
Strafanzeigen wurden erstattet, 97 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und
zwei Personen wurden festgenommen. Acht hochwertige Fahrzeuge sind
bei den Kontrollen sichergestellt worden. Dabei stand der Verdacht
des illegalen Kraftfahrzeugrennens im Raum.

Insgesamt waren etwa 1.500 Polizistinnen und Polizisten sowie rund
400 Kräfte der Netzwerkpartner im Einsatz.