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LZPD NRW entsendet Szenenkundige Beamte zur Europameisterschaft

Behördenleiter Thomas Roosen verabschiedet die Delegationsmitglieder aus Duisburg
LZPD NRW entsendet Szenenkundige Beamte zur Europameisterschaft
Das Team berät die Sicherheitsbehörden bei den Spielen der deutschen Mannschaft.

Wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft am kommenden Dienstag (15.6.) bei der EURO 2021 startet, hat der Einsatz der Szenenkundigen Beamtinnen und Beamten (SKB) längst begonnen. Diese kommen aus dem ganzen Bundesgebiet und werden während der EM gemeinsam im Dienst sein. Bis zu acht von Ihnen sind immer dort vor Ort, wo die deutsche Mannschaft spielt. Das wird zunächst in München sein, in der Hauptrunde sind je nach Erfolg des Teams zahlreiche Spielorte möglich, denn das Multi-Staaten-Konzept des Turniers bietet viele Überraschungen und Herausforderungen. 


Polizeidirektorin Susann Zschiesche vom LZPD NRW leitet die deutsche Delegation: „Der organisatorische Aufwand ist diesmal besonders hoch. Wenn sich die Nationalmannschaft für die Finalrunde qualifiziert, müssen kurzfristig Flüge gebucht und möglicherweise auch Visa für die nichteuropäischen Spielstandorte St. Petersburg oder Baku beantragt werden. Impfnachweise bzw. Coronatests zur Einreise und das Agieren in einer Pandemie machen die Vorbereitungen aufwendiger als bei anderen Welt- und Europameisterschaften.“ Die Kolleginnen und Kollegen in Duisburg versuchen aus dem „Back-Office“ alle Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. 


Das Verhalten der deutschen Fußballanhänger lässt sich bei diesem Turnier schwer vorhersagen. Die Einreisebestimmungen der Austragungsländer variieren ebenso wie die Anzahl der zugelassenen Zuschauer an den Spielstandorten. Wieviel Mühe ein Fan auf sich nimmt, um bei den Spielen dabei zu sein, ist im Vorfeld kaum einzuschätzen. Da nicht auszuschließen ist, dass gewaltbereite Störer das Fußballevent zur Begehung von Straftaten nutzen, kalkuliert das Team um Susann Zschiesche dies ein und unterstützt die örtlich zuständigen Sicherheitsbehörden mit den Aufklärungsergebnissen, die der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) vorliegen. 


Die Vorbereitungen für dieses Turnier laufen bei den Sicherheitsbehörden bereits seit Jahren auf nationaler und internationaler Ebene. Als „National Football Information Point“ (NFIP) steuert die ZIS alle relevanten Informationen an die Sicherheitsbehörden. Bund, Länder und die internationalen Ansprechpartner stehen in engem Kontakt, um schnell und gezielt auf jede wichtige Information reagieren zu können. Zu diesem Zweck wurde in Den Haag ein gemeinsames Kooperationszentrum eingerichtet, in dem Polizeikräfte aus den im Turnier spielenden Nationen eng zusammenarbeiten. Jan-Hendrik Theis vertritt dort als Verbindungsbeamter die deutsche Polizei. 


Die meisten Mitglieder des SKB-Teams bringen viel Fußball-Erfahrung mit. Tino Zöllkau war zum Beispiel häufig bei Spielen von Borussia Dortmund im Einsatz. Für ihn heißt das Ziel bei der EM ganz klar London. Wie lange der Einsatz des SKB-Teams dauert, hängt vom Abschneiden der Nationalmannschaft ab. Wenn die Fans abreisen, weil die deutsche Mannschaft ausgeschieden ist, endet auch für die Fußballexperten der Polizei das Turnier. 


 

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