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Distanzelektroimpulsgeräte im Einsatztest

LZPD NRW
Distanzelektroimpulsgeräte im Einsatztest
LZPD NRW führt einjähriges Pilotprojekt in Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen und dem Rhein-Erft-Kreis durch.

Die Polizei in Dortmund, Gelsenkirchen, Düsseldorf und dem Rhein-Erft-Kreis testet 2021 den Einsatz von Distanzelektroimpulsgeräten (DEIG). Das vom LZPD NRW durchgeführte Pilotprojekt soll zeigen, ob eine flächendeckende Einführung des neuen Einsatzmittels sinnvoll ist oder nicht. 

In den vergangenen Monaten wurden rund 400 Polizistinnen und Polizisten der teilnehmenden Behörden intensiv für den Umgang mit den DEIG geschult. Sie werden das gelbe Gerät deutlich sichtbar an der Uniform tragen und damit möglicherweise bereits Angreifer abschrecken. Muss das Gerät dennoch eingesetzt werden, dringen zwei Pfeilelektroden in den Körper des Angreifers und geben innerhalb von Sekunden Stromimpulse ab, die auf das menschliche Nervensystem wirken. Es kommt zu einer neuromuskulären Lähmung, die den Aggressor kurzzeitig handlungsunfähig macht und die Polizistinnen und Polizisten in die Lage versetzt, die Person zu überwältigen, ohne weitere Gewalt anwenden zu müssen. 

„Unser Ziel ist es ein Einsatzmittel zu finden, welches in Ergänzung zum Reizstoffsprühgerat und Einsatzmehrzweckstock die Lücke zwischen einfacher körperlicher Gewalt und dem Schusswaffengebrauch als Ultima Ratio schließt. Das kann das Distanzelektroimpulsgerät sein, muss es aber nicht, deswegen führen wir die Pilotierung durch“, sagte Thomas Roosen, Leiter des LZPD NRW, bei der Vorstellung des DEIG. Er betonte außerdem, dass durch den Stromimpuls die elementaren Vitalfunktionen nicht beeinträchtigt werden. So könne das DEIG in Einsatzlagen das mildeste geeignete Mittel zur erfolgreichen Lagebewältigung sein. 

Erste Ergebnisse des Pilotprojekts werden im Frühjahr 2022 erwartet. 
 

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