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EMV-Labor des LZPD NRW beteiligt sich an Rundversuch für Elektromobilität

Test elektromagnetischer Störgrößen
EMV-Labor des LZPD NRW beteiligt sich an Rundversuch für Elektromobilität
Wie sieht es eigentlich mit elektromagnetischen Störgrößen von Elektrohybridfahrzeugen aus? Nicht nur eine wichtige Frage für den Fuhrpark der Zukunft der Polizei NRW.

Die Untersuchung der elektromagnetischen Verträglichkeit von Fahrzeugen ist schon lange gängige Untersuchungspraxis im EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit) -Labor des LZPD NRW. Doch wie sieht es eigentlich mit elektromagnetischen Störgrößen von Elektrohybridfahrzeugen aus? Nicht nur eine wichtige Frage für den Fuhrpark der Zukunft der Polizei NRW.

Elektromobilität gleich elektromagnetische Kompatibilität?

In dem bundesweit einzigen polizeieigenen EMV-Labor beteiligen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LZPD NRW an einem Rundversuch, um genau diese Frage zu beantworten. Gemeinsam mit der Universität Duisburg Essen, den Unternehmen EMC Test NRW GmbH und MBtech sowie den führenden deutschen Kraftfahrzeug-EMV-Laboren der Hersteller BMW, Audi, VW, Opel, Daimler und Porsche sollen im Rahmen eines Ringversuchs zukünftige Normen zur Elektromagnetischen Verträglichkeit von Elektrohybridfahrzeugen geprüft und festgelegt werden.

Round Robin Test

Einen solchen Ringversuch nennt man auf Englisch „round robin test“. Es handelt sich um eine Methode der Qualitätssicherung für Messverfahren. Die Vorgehensweise ist in diesem Fall folgendermaßen: In allen teilnehmenden EMV-Laboren wird seit Mitte März bis Mitte Mai dieses Jahres dasselbe Elektrohybridfahrzeug mit jeweils genau gleichen Messverfahren auf Magnetfeldaussendung untersucht. Das heißt, wie verträgt sich die Magnetfeldaussendung zum Beispiel mit anderen elektrischen Geräten, die in die Nähe dieses Fahrzeugs geraten. Das EMV-Labor des LZPD NRW war mit den Tests am 10. und 11. April an der Reihe. Alle Untersuchungsergebnisse werden am Ende aller Tests miteinander verglichen. Die Ergebnisse dienen dazu, festzustellen, ob international festzulegende Grenzwerte im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit bei Elektrohybridfahrzeugen realistisch sind.

Für alle EMV-Laboratorien sind die Tests nebenbei auch eine spannende Gegenüberstellung ihrer Messergebnisse. Aufgrund der normierten Messverfahren und kalibrierten Geräte sollte es so sein, dass in jedem Labor am Ende des Tages die gleichen Ergebnisse auf dem Papier stehen.

Franz-Josef Bongartz, Laborleiter des EMV-Labors des LZPD NRW betont: „Mit der Teilnahme an diesem Rundversuch beteiligen wir uns in besonderem Maße an qualitätssichernden Maßnahmen, die grundsätzlich für den reibungslosen Betrieb von Einsatzmitteln, Kraftfahrzeugen und Funktechnologie für die Polizei NRW so wichtig sind.“

Weitere Informationen zum EMV-Labor des LZPD NRW und den Messmethoden finden Sie auf dieser Seite.